Medien
Die Medienlandschaft in Deutschland zeichnet sich durch Vielfalt, Unabhängigkeit, hohe journalistische Qualität und ein duales Mediensystem aus. Der Media Ownership Monitor ist die Landkarte.
Als "vierte Gewalt" neben Exekutive, Legislative und Judikative spielen die Medien eine zentrale Rolle für Demokratie und Meinungsbildung in der Bundesrepublik, vor allem mit den Lehren aus der Vergangenheit zweier Diktaturen im 20. Jahrhundert.
Das deutsche Mediensystem basiert auf einem dualen Rundfunkmodell mit öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern. Zu den wichtigsten Medienformen zählen Fernsehen, Radio, Printmedien und Online-Angebote. Die Pressefreiheit ist im Grundgesetz verankert und wird durch einen Pressekodex sowie Selbstregulierungsmechanismen geschützt.
In den letzten Jahren hat sich die Mediennutzung in Deutschland stark gewandelt. Das Internet hat sich zur wichtigsten Quelle für Nachrichten entwickelt. Zwei Drittel der Deutschen nutzen es als primäre Informationsquelle. Gleichzeitig bleiben traditionelle Medien wie Fernsehen und Radio weiterhin relevant, insbesondere in der älteren Bevölkerung.
Die deutsche Medienbranche steht vor großen Herausforderungen der Digitalisierung, die veränderte Nutzungsgewohnheiten und neuen Wettbewerber mit sich bringt.
Im Jahr 2025 erweiterte der Media Ownership Monitor Deutschland seine Forschung durch zusätzliche Erhebungen von Mai bis Dezember. Die Datenbank umfasst nun auch marktführende Regionalzeitungen und Rundfunkstationen, neben den bisher schon erfassten nationalen Medien. Darüber hinaus identifizierte die Studie die 15 einflussreichsten Social-Media-Influencer mit Nachrichtenfokus – der Erkenntnis folgend, dass Meinungsbildung längst nicht mehr nur durch die Arbeit traditioneller Redaktionen geprägt wird.Die Erweiterung zeigt, wie Medienmacht in Deutschland heute über traditionelle und digitale Plattformen verteilt ist.


