Print

Die Presselandschaft in Deutschland zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus, befindet sich aber gleichzeitig in einem tiefgreifenden Wandel. Derzeit erscheinen in Deutschland 352 Tageszeitungen, 27 Wochenzeitungen und 7 Sonntagszeitungen regelmäßig. Hinzu kommen 2450 Publikumszeitschriften und 3753 Fachzeitschriften.

Die auflagenstärksten überregionalen Tageszeitungen sind Bild, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Handelsblatt. Im regionalen Bereich sind die Westdeutsche Allgemeine Zeitung und die Rheinische Post führend. Zudem erscheinen einige bedeutende Wochenzeitungen oder -magazine wie Die Zeit, Der Spiegel oder Bild am Sonntag.

Wie überall auf der Welt steht die Branche vor großen Herausforderungen. Die Auflagen der gedruckten Zeitungen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Gleichzeitig gewinnen digitale Formate wie E-Paper an Bedeutung.

Trotz des Rückgangs im Printbereich erreichen die Zeitungen mit ihren Print- und Digitalausgaben kombiniert wöchentlich immer noch gut drei Viertel der Bevölkerung. Die Branche setzt verstärkt auf digitale Strategien, um neue Leser zu gewinnen und bestehende zu halten.

Im Jahr 2025 erweiterte der Media Ownership Monitor Deutschland seine Printmedien-Datenbank um marktführende Regional- und Lokalzeitungen. Diese Erweiterung umfasst 19 neue Titel. Dies entspricht einer Grundrealität der deutschen Medienlandschaft: Bürger beziehen ihre Nachrichten primär aus Regional- und Lokalpublikationen, nicht aus nationalen Blättern. Diese Ebene auszulassen würde bedeuten, zu übersehen, wie Medieneigentum die öffentliche Debatte auf der Ebene prägt, auf der die meisten Deutschen ihre Sicht auf Lokales und Landespolitik bilden. Die Regionalmedien bleiben zentral für das Verständnis, wo sich Medienmacht in Deutschland konzentriert.

DE Infografiken Grafik 7

Print Datenbank