Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zählt zu den einflussreichsten überregionalen Tages- und Wirtschaftszeitungen Deutschlands. Inhaltlich deckt die FAZ sämtliche Ressorts von Politik und Wirtschaft über Feuilleton, Wissenschaft, Technik bis Sport ab. Sie setzt auf ausführliche Analysen, exklusive Investigativrecherchen, meinungsstarke Leitartikel und ein liberal-konservatives Profil. Mit einer täglichen Auflage von etwa 170.000 Exemplaren (laut IVW 2024) und einer breiten digitalen Leserschaft erreicht sie eine gut gebildete und einflussreiche Zielgruppe in ganz Deutschland und darüber hinaus. Besonders in Hessen, ihrem Ursprungsland mit Sitz in Frankfurt am Main, prägt sie das lokale und überregionale Medienspektrum maßgeblich und setzt journalistische Standards.
Hinter der FAZ steht eine einzigartige Eigentümerstruktur, welche die Zeitung gegen Beeinflussung durch Mehrheitsbeteiligungen schützen und so redaktionelle Unabhängigkeit wahren soll. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist zu 93,7 Prozent im Besitz der gemeinnützigen FAZIT-Stiftung. Die verbleibenden 6,3% an der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH werden von den Herausgebern gehalten, die auch maßgeblich die publizistische Linie bestimmen.
Diese Beteiligung der Herausgeber auf der Gesellschafterebene soll die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Redaktionskurses stärken. Das Herausgebergremium führt die Zeitung seit Gründung kollegial – die FAZ verzichtet auf einen klassischen Chefredakteur, und die Herausgeber verantworten gemeinsam Politik, Wirtschaft und Kultur. Herausgeber sind zurzeit Gerald Braunberger, Jürgen Kaube, Carsten Knop und Berthold Kohler. Der Vorsitz im Herausgebergremium wechselt regelmäßig, um das Kollegialprinzip zu festigen.
Die FAZIT-Stiftung gGmbH hat wiederum ein geschäftsführendes “Kuratorium”,welches gemeinsam über die Geschäftsführung der Stiftung und die Wahrung des Stiftungszwecks - der Sicherung der wirtschaftlichen und unabhängigen Führung der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH - wacht. Dazu gehört die Bei Berufung in das Kuratorium müssen Mitglieder einen Pflichtanteil an der FAZIT-Stiftung gGmbH erwerben, welchen sie bei Austritt unbelastet an ihren Nachfolger abgeben müssen. Dem aktuell 9 Mitglieder zählenden Kuratorium sitzt der ehemalige BR-Intendant Ulrich Wilhelm vor. Die FAZ investiert stark in ihre digitalen Angebote, etwa hochwertige Apps, Podcasts und neue Formate wie den F.A.Z. Kaufkompass, der aus der Übernahme des Testportals AllesBeste.de hervorging und das Produkttest-Angebot deutlich erweitert hat. Neue Rubriken und digitale Formate adressieren gezielt jüngere und digitalaffine Zielgruppen. Redaktionelle Unabhängigkeit und die Balance aus konservativ-liberalem Leitbild sowie einem vielfach ausgezeichneten Autorenpool mit Meinungsvielfalt prägen das Selbstverständnis.
Wichtige Fakten
| Zuschaueranteil | 3.46% |
|---|---|
| Eigentumstyp | Privat |
| Inhaltstyp | Bezahlt |
| Aktive Transparenz | Unternehmen/Kanal informiert proaktiv und umfassend über seine Eigentumsverhältnisse, Daten werden ständig aktualisiert und sind leicht überprüfbar |
Eigentum
| Eigentumsstruktur | Herausgeberin ist die Frankfurter Allgemeine Zeitungs GmbH die zu 93,7% der FAZIT-Stiftung Gemeinnützige Verlagsgesellschaft und zu je 1,6% den Herausgebern Carsten Knop, Berthold Kohler, Gerald Braunberger und Jürgen Kaube gehört, welche die redaktionelle Linie der Zeitung bestimmen. |
|---|---|
| Stimmrechte | Entscheidungen in der Frankfurter Allgemeine Zeitungs GmbH werden mit einer einfachen Mehrheit der Stimmen der Gesellschafter getroffen. Da die FAZIT-Stiftung in den Anteilen dominiert, liegt die überwiegende Bestimmungsmacht bei dem Kuratorium der FAZIT-Stiftung. Diese Konstruktion folgt aus dem Grundgedanken der FAZ-Gründer, die Ausrichtung der FAZ gegen eine Einflussnahme durch Mehrheitsbeteiligungen zu schützen. Den Herausgebern der FAZ werden durch ihre Beteiligungen traditionell Mitbestimmungsrechte die redaktionelle Ausrichtung der FAZ überlassen. |
| Einzelne Eigentümer | |
| Gruppe / Einzelne Eigentümer |
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Medienunternehmen / Gruppen
Fakten
| Gründungsjahr | 1949 Die Initiative zur Gründung der FAZ geht auf einen Beschluss der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (WiPoG) zurück, die ihre Interessen in der Öffentlichkeit besser vertreten sehen wollte. Die Zeitung sieht sich explizit nicht in Tradition der von der NSDAP verbotenen Frankfurter Zeitung. |
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| Gründer |
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| Chefredakteur |
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| Andere wichtige Personen |
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| Kontakt | Pariser Straße 1 60486 Frankfurt am Main Germany Info@faz.net +49 (0)69 7591-0 https://www.faz.net/ |
| Umsatz | € 223.62 Millionen / $ 205,73 Millionen (2023) |
|---|---|
| Betriebsgewinn | € 5.102 Millionen / $ 4,69 Millionen (2023) |
| Werbung (in % der Gesamtfinanzierung) | € 57.4 Millionen(2023) $ 52.8 Millionen |
| Marktanteil | Fehlende Daten |


