SWR 1 BW

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SWR1 Baden-Württemberg (SWR1 BW) ist ein Radiosender des Südwestrundfunks (SWR). Der Sender SWR1 ist in zwei fast vollständig regional voneinander getrennte Programme für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterteilt.
Das Programm von SWR1 BW besteht aus Musik, Nachrichten, aber auch Service- und Informationsformaten. Die Kernzielgruppe bilden dabei die 30-59-Jährigen. Unter der Marke SWR1 publiziert der SWR zudem Podcasts zu verschiedenen Service-Themen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen gehören zum Angebot des Senders.
SWR1 Baden-Württemberg gehört zu den reichweitenstärksten Radiosendern in Baden-Württemberg. 2023 erreichte er in seinem Sendegebiet pro Tag rund 1.26 Millionen Menschen.


Laut den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ma Audio 2025 II) erreichte er bundesweit Montag bis Sonntag rund 1.354 Millionen Hörer. 

Wichtige Fakten

Zuschaueranteil1.8% (bundesweit); 13.5% (Baden-Württemberg)
EigentumstypÖffentlich
Geografische AbdeckungLokal
InhaltstypKostenlos
Aktive Transparenz
Unternehmen/Kanal informiert proaktiv und umfassend über seine Eigentumsverhältnisse, Daten werden ständig aktualisiert und sind leicht überprüfbar

Eigentum

EigentumsstrukturSWR1 BW ist Teil des Südwestrundfunks. Der SWR hat keinen Eigentümer im wörtlichen Sinne, da er als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems von der Öffentlichkeit durch einen Rundfunkbeitrag finanziert wird.
StimmrechteDie Geschäftsführung des SWR besteht aus dem Intendanten und neun Direktoren. Der Intendant trägt laut SWR-Staatsvertrag “die Verantwortung für den gesamten Betrieb und die Programmgestaltung” Daneben verfügt der SWR über zwei zentrale Gremien: Der Verwaltungsrat besteht aus 18 Mitgliedern. Zehn Mitglieder wählt der Rundfunkrat unter seinen eigenen Mitgliedern, wobei diese weder staatliche Mitglieder noch Abgesandte der kommunalen Spitzenverbände sein dürfen. Drei Mitglieder entsendet der Landtag von Baden-Württemberg, ein Mitglied der Landtag von Rheinland-Pfalz. Die Landesregierungen der beiden Bundesländer entsenden jeweils ein Mitglied, der Personalrat des SWR zwei Mitglieder. Der Rundfunkrat besteht aus 74 Mitgliedern. 51 davon entsendet das Land Baden-Württemberg, 23 das Land Rheinland-Pfalz. Insgesamt 12 der 74 Mitglieder entstammen den Länderparlamenten der beiden Bundesländer, die übrigen Mitglieder entstammen verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Interessengruppen wie Gewerkschaften, Kirchen oder Sportverbänden. Diese Zusammensetzung soll die Pluralität der Gesellschaft abbilden und sicherstellen, dass im Rundfunkrat alle Interessen vertreten sind. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Abstimmungen finden in der Regel offen und durch Handzeichen statt. Der Rundfunkrat fasst seine Beschlüsse durch einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Abstimmungen finden in der Regel offen und durch Handzeichen statt. Weil der SWR ein Zusammenschluss zweier Bundesländer ist, existieren daneben noch zwei Landesrundfunkräte, die aus den Mitgliedern der anderen beiden Gremien des jeweiligen Bundeslandes bestehen.
Einzelne Eigentümer

Medienunternehmen / Gruppen

Fakten

Gründungsjahr1998
Gründer
  • Südwestfunk (SDF) und Süddeutscher Rundfunk (SDR)

    1997 schlossen die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz den Rundfunkvertrag über den Südwestrundfunk, der eine Fusion der beiden Rundfunkanstalten Südwestfunk und Süddeutscher Rundfunk beinhaltete. Im Zuge dessen wurden die beiden Radioprogramme SWF1 und SDR1 zum Sender SWR1 zusammengelegt, der sowohl für Baden-Württemberg als auch für Rheinland-Pfalz regional eigenständige Programme produziert. SWR1 startete 1998.

CEO
  • Prof. Dr. Kai Gniffke

    Er ist seit September 2019 der Intendant des Südwestrundfunks (SWR). Vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2024 war er zudem ARD-Vorsitzender, ein Amt, das unter den Rundfunkanstalten rotiert. Von 1999 bis 2003 war Gniffke Leiter von ARD-aktuell, dessen erster Chefredakteur er von 2006 bis 2019 war. Qua Amt ist er zudem Teil der Aufsichtsräte mehrerer Firmen, an denen der SWR beteiligt ist, sowie Mitglied diverser Kuratorien und Stiftungsvorständen.

    Gniffke ist seit Anfang der 1980er Jahre Mitglied der SPD. Er ist Enkel des erst SPD- und dann, nach der Zwangsvereinigung von SPD und KPD, SED-Politikers Erich Gniffke (1895-1964).

Chefredakteur
  • Franziska Roth

    Ab dem 1. Oktober 2024 gibt es mit Franziska Roth erstmals eine Erste Chefredakteurin beim  Südwestrundfunk (SWR). Zuvor war Roth (geb. 1983) schon seit 2010 in diversen Funktionen beim SWR tätig, etwa als Redakteurin und Reporterin in der Wirtschaftsredaktion, Leiterin der Online-Redaktion in der Abteilung Wirtschaft und seit 2020 Leiterin der Intendanz. Auf dem neuen Posten folgte sie dann auf den langjährigen Ersten Chefredakteur Fritz Frey.

Andere wichtige Personen
  • Hans Albert Stechl
    seit 2011 Vorsitzender des SWR-Verwaltungsrates. Er wurde vom Rundfunkrat, dem er auf Vorschlag der journalistischen Gewerkschaften angehört, gewählt. Zudem ist Stechl als Verleger für den Sternwaldverlag Freiburg tätig.
  • Stefanie Schneider

    Stefanie Schneider, geboren 1961 in Sindelfingen. Nach einem Studium der Romanistik und Germanistik kam Schneider 1991 zum damaligen Südwestfunk. Nach diversen Stationen beim SWR-Hörfunk wurde sie im April 2014 Landessenderdirektorin Baden-Württemberg des SWR, verantwortlich für die Hörfunkprogramme SWR1 BW und SWR4 BW. 

    Von 1992 bis 2003 war Schneider auch Festivalleiterin der Französischen Filmtage Tübingen.

  • Dr. Engelbert Günster
    leitet den Rundfunkrat des SWR seit Januar 2023. Er wurde von den Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz dorthin entsandt. Von 2013 bis 2021 war er Präsident der IHK Rheinhessen.
KontaktSüdwestrundfunk (SWR) Anstalt des öffentlichen Rechts
Neckarstraße 230
70190 Stuttgart
Germany
bw@swr1.de
+49 (0) 711 929 10501
www.swr.de/swr1/bw
UmsatzFehlende Daten
BetriebsgewinnFehlende Daten
Werbung (in % der Gesamtfinanzierung)Fehlende Daten
MarktanteilFehlende Daten
Schlagzeilen
Metadaten

Der Anteil des Gesamtpublikums in Prozent stammt aus der agma-Ergebung I/2024 und meint die bundesweite Tagesreichweite in der Bevölkerung ab 14 Jahren.
Finanzdaten werden als 'Fehlende Daten' angegeben, da eine Aufstellung der Finanzen nur auf Ebene der Rundfunkanstalten vorgenommen wird. Einzelne Daten zu Sendern werden nicht veröffentlicht.
Bemerkung zum Transparenzlevel:
Da für Öffentlich-rechtliche Medien eine Einstufung des Transparenzlevels in Hinblick auf Eigentumsverhältnisse ausscheidet, wurden für die Bewertung die Verfügbarkeit von Informationen zu den Aufsichts- und Kontrollgremien sowie Informationen zu deren Mitgliedern und die Transparenz in Bezug auf unternehmerische Beteiligungen miteinbezogen.

Für die Marktanteile wurde die Tagesreichweite Mo-So der Radio ma 2025 Audio II für das Gebiet des jeweiligen Bundeslandes verwendet und auf klassisches Radio beschränkt.

Quellen
Dokumente
  • agma ma audio 2024/I (Pressetabelle)
    Link File
  • Gewinn- und Verlustrechnung des SWR 2022
    Link File
  • Staatsvertrag über den Südwestrundfunk
    Link File
  • Jahresabschluss 2023 SWR Media Services GmbH
    File