Familie Friedmann

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Die Familie Friedmann ist eine Münchener Verlegerfamilie, die mehr als 18 % am Süddeutschen Verlag hält und die Münchner Abendzeitung (AZ) gründete, die sie viele Jahre verlegte. Den Grundstein für die verlegerischen Aktivitäten der Familie legte Werner Friedmann, der heute als einer der bedeutendsten Journalisten im Nachkriegsdeutschland gilt. Während der NS-Zeit war Friedmann mit einem Berufsverbot belegt und übernahm 1945 den Bayern-Teil der neu erscheinenden Süddeutschen Zeitung. 1946 wurde er nachträglich einer der vier Lizenzträger und damit Mitbegründer der Süddeutschen. 1948 gründete er zudem die Abendzeitung (AZ), 1949 die Deutsche Journalistenschule (DJS) und war von 1951 bis 1960 Chefredakteur der SZ.


Werner Friedmann starb 1969 und hinterließ drei Kinder: Anemone, Johannes und Florentine. Seine Frau Anneliese, ebenfalls Journalistin, übernahm die Verlegerschaft der Abendzeitung und wurde Gesellschafterin des Süddeutschen Verlags. Anneliese Friedmann starb 2020 und ihr Sohn Johannes übernahm die Funktionen. 2007 kam es zu einem Streit um einen möglichen Verkauf der Süddeutschen Zeitung. Mehrere Gründerfamilien wollten ihre Anteile veräußern, nur Familie Friedmann hielt an ihren Anteilen fest. Seit 2021 vertritt Oliver Friedmann (auch Mitglied des Vorstands der Deutschen Journalistenschule), der Sohn von Johannes Friedmann, die Belange der Familie im Herausgeberrat der Süddeutschen Zeitung. Die Gesellschafteranteile der Familie (18.8%) werden von der SV Friedmann Holding GmbH vertreten, deren Gesellschafter Johannes Friedmann (57%) und seine Schwester Anemone Szczesny-Friedmann (43%) sind.

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  • Deutsche Journalistenschule e.V. (Vorstandsmitglied)